Charakterisierung Walter Faber

Walter Faber ist die Hauptfigur des Romans „Homo Faber“ von Max Frisch, und er ist auch der Icherzähler der Geschichte. Er beschreibt sich teilweise selbst, aber einiges, was man über seinen Charakter weiß, lässt sich aus seinem Verhalten ableiten.

Faber ist ein Schweizer mittleren Alters, der in New York lebt. Während der Romanhandlung wird er 50 Jahre alt (S. 88). Er ist ein sportlicher Typ (S. 98) mit graugrünen Augen und grauen Haaren (S. 171).

Beruflich arbeitet Faber für die UNESCO als Ingenieur (S. 10). Er leitet Montagen von internationalen, teuren Projekten (S. 97). Faber spricht Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch.

Während der 1930er Jahre schreibt der junge Faber eine Dissertation und hat zusätzlich an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich eine Assistentenstelle (S. 33).

Ein nicht abgeklärtes Magenleiden, das sich zuletzt als Magenkrebs entpuppt (S. 198), begleitet Faber durch die Romanhandlung.

Faber konsumiert Genussmittel eher übermäßig. Es kommt öfter vor, dass er sich einen Rausch antrinkt (S. 41, 67, 85), und er raucht sehr viel.

Faber sieht sich selbst als absolut rationalistischen Menschen. Weil er nicht religiös ist, hält er sich für einen vernünftigen Menschen (S. 80). Wenn jemand an etwas Übersinnliches glaubt, so wertet er dies ab. Das Wort „mystisch“ setzt er beispielsweise gleich mit dem Wort „hysterisch“ (S. 47). Hier kommt auch Fabers Arroganz zum Vorschein: Was er nicht für sinnvoll hält, respektiert er nicht.

Statt an Wunder oder Schicksal glaubt Faber an Zufall (S. 22). Ebenso wie den Glauben an Übersinnliches, lehnt Faber auch den Kommunismus ab (S. 47).

Faber hat klare Vorstellungen darüber, wie Männer und Frauen sich im Wesen unterscheiden. Er vertritt altmodische sexistische Ansichten. So findet er zum Beispiel, dass Kleinkinder nur zur Mutter gehören (S. 201). Aber auch auf andere Menschengruppen bezogen hat Faber Vorurteile. Wenn ein Professor der Mathematik beispielsweise weint, verwundert ihn das (S. 15), weil für ihn ein Wissenschaftler kein Gefühlsmensch sein kann. Gefühle zu zeigen, ist...

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