Charakterisierung Die Mutter

Die Mutter ist die leibliche Mutter Barblins und Andris „Pflegemutter“ (S.59). Anfänglich gewinnt die Figur nur wenig Kontur, allerdings wird sie im Verlauf der Handlung immer auffälliger.

Sie ist gegenüber Andri fürsorglich, was sich während der Untersuchung des Doktors zeigt. Dort fragt sie zweimal: „Ist es schlimm […]?“ (S.38 u. 39). Sie ergreift auch Partei für Andri, als der Lehrer die Verlobung zwischen Barblin und Andri verweigert. Sie ist offensichtlich für die Hochzeit der beiden und wirft ihrem Mann vor, er wäre „eifersüchtig“ (S.46 u. S.47) auf Andri. Außerdem erkennt sie das Außenseitertum Andris, in das die Andorraner ihn drängen. Und so vermittelt sie das Gespräch zwischen dem Pater und ihrem Ziehsohn. Sie will, dass der Pater Andri seine jüdische Identität näherbringt und ihn davon überzeugt, sie anzunehmen. Das tut der Pater. Demnach betrachtet auch sie Andri als andersartig. 

Durch die Vermittlung des Gesprächs mit dem Pater treibt sie Andris Identitätskrise voran, sodass sie in...

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