Charakterisierung Der Doktor

Der Doktor ist sehr heimatverbunden und gibt sich weltmännisch. Sein Wesen ist geprägt von Antisemitismus, Halbbildung, Eitelkeit und Minderwertigkeitsgefühlen. Aus seinen Erfahrungen hat der Doktor nur Vorurteile gezogen. Im vierten Bild teilt er Andri mit, dass die Juden „[i]n allen Ländern der Welt [auf allen Lehrstühlen]“ hocken würden (S.40), sodass ihm „nichts anderes übrig [blieb] als die Heimat“ (ebd.).

Der Doktor begründet sein eigenes Scheitern in der Welt nicht mit seinem eigenen Unvermögen, er „Titel hätte haben können noch und noch“ (S.38), sondern mit der angeblichen diffusen jüdischen Weltverschwörung. Der Antisemitismus ist fest im Weltbild des Doktors verankert. Er glaubt, er „kenne den Jud“ (S.40) und „[d]as Schlimme am Jud ist sein Ehrgeiz.“  Außerdem verstünden die Juden keinen Spaß (S.42).

Er begründet die Tatsache, dass er nun in Andorra praktiziert, mit seiner Heimatverbundenheit. Er sei „Andorraner […] mit Leib und Seele“ (S.66) und in Andorra ist „mein Platz“(S.39), hier sei er „verwurzelt“ (S.39). Der Doktor leidet offenbar unter einem unrealistischen Selbstbild, was an dem Umgang mit seinem Titel zu erkennen ist. Er behauptet, „nichts auf Titel“  zu geben (S.38), korrigiert die Mutter aber, als sie ihn mit „Doktor“ anspricht: „Was Doktor! […] Professor, genau genommen“ (S.38)....

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