Wald und Natur

Die Ruhe des Waldes

Wald und Natur bilden für den Protagonisten Urs Blank Fluchtpunkte, die mit seinem bisherigen Alltag wenig zu tun haben. Als Anwalt und Büromensch verbringt er seine Arbeitstage überwiegend in geschlossenen Räumen. Die Wege vom Kanzleigebäude zu einer Sitzung im Lokal Waldruhe werden mit dem Taxi bewältigt (S. 6).

Als Blank eines Tages spontan das Taxi stehen lässt und zu Fuß durch den Wald zur Tramstation geht, registriert er „die reinigende Wirkung des Waldspaziergangs“ (S. 42). Außerdem wird ihm klar, dass er „sowieso ein paar Dinge in seinem Leben ändern“ sollte (S. 17).

Urs beginnt dann eine Affäre mit dem jungen Hippiemädchen Lucille und probiert gemeinsam mit ihr halluzinogene Pilze (S. 69). Der Trip findet auf dem Fichtenhof statt, welcher ebenfalls im Wald liegt. Unter dem Einfluss der psilocybinhaltigen Pilze erlebt Blank Halluzinationen, die seine Sehfähigkeit sowie seinen Gleichgewichtssinn beeinflussen und sich in Wald und Natur abspielen: „Blank befand sich im Inneren der Wiese. Dort war es hell, wie in einer Sonne. (…) Im Wald herrschte hoher Wellengang. Woge um Woge kam der Waldboden auf Blank zu“ (S. 74/76).

Die andere Seite in Urs Leben

Während sich Blank den Halluzinationen hingibt, wird im Tipi der Song Dark Side of the Moon von Pink Floyd gespielt (S. 77), der dem Roman seinen Namen gegeben hat (siehe Analyse „Titel“). Diese Tatsache unterstreicht die These, dass der Wald sowie die Drogenerfahrung für Urs Blank eine andere Seite seines Lebens darstellen, die er nun ausleben möchte.

Seit seinem Spaziergang nach der gescheiterten Fusionsverhandlung (S. 7) spürt Blank die positive Wirkung des Waldes auf seine Seele. Nachdem er von Joe Gasser, welcher den Pilztrip arrangiert hat, erfahren hat, dass unter den Pilzen der seltene Bläuling war, welcher vermutlich den Grund für seine Persönlichkeitsveränderung darstellt, taucht Blank einige Tage bei Evelyne unter. Dort möchte er ungestört sein, um „mit sich ins reine“ (S. 144) zu kommen. Dann erscheint Alfred Wenger und Blank erklärt ihm seine Liebe zur Natur: „Der Wald beruhigt mich“ (S. 145).

So kommt sein Freund und Psychiater auf die Idee, Urs Blank zu einem Kuraufenthalt in die Klinik Eschengut zu schicken, die „mitten im Wald“ liegt (S. 146). Blank verbringt dort seine ganze Freizeit in der Natur. Er liebt beso...

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