Persönlichkeitsveränderung und Identitätsverlust

Einsamkeit und Flucht

Urs Blank gerät deshalb in eine Identitätskrise, weil sich die durch den Pilztrip gewonnene Überzeugung, die einzige Wirklichkeit sei er selbst, in seinem Unterbewusstsein verankert hat (siehe Abschnitt „Midlifecrisis“). Er ist stark verunsichert, weil er diese vermeintliche Ansicht nicht mehr aus seinem Gedächtnis löschen kann. Blanks Gedanken kreisen immer mehr um sich selbst und lassen ihm keinen Raum mehr, sich auf andere Menschen einzulassen (siehe Abschnitt „Drogenkonsum und Kontrollverlust“).

Dies hat zur Folge, dass der Protagonist sich mehr und mehr aus der Gesellschaft zurückzieht. Nachdem er sein Verhältnis zu seiner Freundin Evelyne kurzfristig aufgegeben hat, zerbricht die neue Liebe zu seiner Freundin Lucille. Blank meldet sich immer seltener bei ihr und geht ihr aus dem Weg (S. 100, S. 102). Nachdem Lucille erfahren hat, dass er bei Evelyne untergetaucht ist, erklärt sie die Beziehung für beendet (S. 147). Blank denkt zwar noch „ab und zu“ (S. 165) an seine Exfreundin, unternimmt jedoch keinen ernsthaften Versöhnungsversuch. Auch beruflich zieht er sich zurück und brüskiert seine Geschäftspartner durch unzuverlässiges Verhalten (S. 88/92).

Wie es für eine Identitätskrise typisch ist, sehnt sich Urs Blank nach Ruhe und Einsamkeit, die er nun in der Natur findet. Mit einem vorgetäuschten Selbstmord (S. 195ff.) verlässt er endgültig die soziale Gemeinschaft und lebt „wie ein Sond...

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