Neue Sachlichkeit

In der Weimarer Republik gab es nicht nur politische Vielfalt, sondern auch verschiedene literarische Strömungen. Neben dem Expressionismus, dem Naturalismus und der literarischen Moderne war die Neue Sachlichkeit eine Richtung, die sowohl in der Literatur als auch in der bildenden Kunst, der Architektur, der Fotografie und beim Film Vertreter hatte.

Der Begriff „Neue Sachlichkeit“ gibt bereits vor, was das Ziel dieser Strömung war: Die Kunst sollte Inhalte sachlich darstellen und objektiv abbilden. Dabei war es in der Literatur nicht die Form des schriftlichen Werkes, die ausschlaggebend war, sondern die Themen, die behandelt wurden. Die Wahl der literarischen Gattung blieb dabei offen. Am häufigsten findet man jedoch die Formen Dokumentation, Reportage, Sachbericht und Roman. Der Inhalt sollte einen Bezug zur Realität haben. Häufig wurden Themen wie das alltägliche Leben in der Großstadt, die Auswirkungen moderner Technik, wirtschaftlicher und industrieller Umstände auf das Leben, das Arbeitsleben, soziale Probleme wie Arbeitslosigkeit und der Krieg behandelt. Der Inhalt wurde dabei von politischen, philosophischen und soziologischen Momenten geprägt. Berühmte Werke entstanden durch die Verarbeitung der Erlebnisse im Ersten Weltkrieg. Dafür sind Thomas Manns Roman „Der Zauberberg“ ode...

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