Charakterisierung Cipolla

S. 37-63, 67, 80, 97-107

Die zentrale Figur in „Mario und der Zauberer“ ist der Cavaliere Cipolla. Er ist Hypnotiseur und ein begabter Rhetoriker. Beide Talente vereint er dazu, um als Zauberkünstler durch das Land zu ziehen und das Publikum zu faszinieren. Er kommt nach Torre di Venera und tritt im „Sala“ auf.

Cipolla ist außergewöhnlich, sowohl von seinem Wesen und seinen Fähigkeiten als auch von der äußeren Erscheinung. Als er auftritt, bleibt er zunächst stumm und lässt sich betrachten. Er ist nicht mehr jung, aber sein genaues Alter bleibt unklar. Seinem „verlebten“ Gesicht sieht man an, dass er schon viel durchlebt haben muss. Seine Augen, unter denen Tränensäcke hängen, wirken alt, doch sein Blick ist intensiv und durchdringend. Er trägt einen schwarzen, eingefetteten Schnurrbart, und seine unmodische Frisur wirkt unattraktiv. Cipollas Gesicht ist nicht sympathisch, sondern eher hart. Seine Stimme klingt metallisch und röchelnd.

Wegen einer körperlichen Behinderung hat Cipolla einen merkwürdigen Gang. Auch sitzt seine Kleidung nicht gut, was an seinem deformierten Körper liegen mag. Er trägt dennoch ein aufwändiges Kostüm, das ebenfalls nicht zeitgemäß ist. Es ist aber elegant und entspricht dem klassischen Bild eines Zauberers mit schwarzem Zylinder, weißen Handschuhen und schwarzer Oberbekleidung aus edlen Stoffen. Der Zauberer trägt als Schmuck einen Siegelring. Alles zusammengenommen, entsteht beim Betrachten von Cipolla ein äußerlich negativer Gesamteindruck, ein düsteres Bild. Bei seinem Anblick denkt man eher an einen betrügerischen Gaukler und Stra...

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