Definition, Motive und Themen der Lyrik der Romantik

Als "romantisch" wird im 18. Jahrhundert all das bezeichnet, was Züge des Wunderbaren, Fantasievollen und Mystischen aufwies. Diese Begriffsdefinition wirkt sich auch auf die romantischen Überlegungen aus. Nach Friedrich Schlegel zeichnet sich die romantische Literatur durch den sentimentalen Stoff sowie die fantastische Form aus, die im Gegensatz zur Klassik nicht auf die Ordnungen der Antike zurückgreift, sondern einen Stil, der durch Ironie, Fantastisches und Märchenhaftes geprägt ist, praktiziert.

Darüber hinaus kennzeichnet Schlegel die Poesie der Romantik als "Transzendentalpoesie" und "Universalpoesie". Der erste Begriff verweist auf eine Poesie, die über sich selbst und die eigenen Möglichkeiten reflektiert. Der zweite deutet auf eine Ästhetisierung der Welt und des Lebens über die Literatur hinaus hin. Die Kunst soll alle Lebensbereiche durchdringen. Die Gattungen der Literatur sollen in einem Gesamtkunstwerk miteinander verbunden werden.

Unter dieser Prämisse werden die Volks- und die Kunstdichtung in Werken verbunden, die literarischen Gattungen vermischt. Gedichte und Lieder verkörpern häufig Bestandteile prosaischer und dramatischer Texte. Zusammenfassend charakterisierten die Romantiker ihre Werke als eine moderne, durch Christentum und historische Reflexion bestimmte Literatur, die im Gegensatz zu der klassischen Kunst der Antike sowie den aufklärerischen Konzepten der Naturnachahmung und der moralischen Ausbildung des Menschen steht.

Parallelen existieren dagegen zu dem Literaturverständnis des Sturm und Drang. Die Hochschätzung der Gefühlswelt, die Ausweitung des...

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