Zeit

Die Zeit ist im Roman „Löcher“ nicht nur aus erzähltechnischer Perspektive ein Thema. Während die Chronologie und das Verhältnis zwischen erzählter Zeit und Erzählzeit eine Untersuchung wert sind, zeichnet der Roman auf künstlerische Weise nach, wie die Vergangenheit einen direkten Einfluss auf die Gegenwart ausübt und auf unumstößliche Weise mit ihr verbunden ist. Diese Aspekte werden in den nachfolgenden Abschnitten „Chronologie der Rahmenhandlung“ und „Die Verwobenheit von Vergangenheit und Gegenwart“ näher erläutert.

Erzählzeit und erzählte Zeit

Die Erzählzeit umschreibt die Lesedauer einer Geschichte, so lange also, wie der Leser benötigt, um die Geschichte zu lesen. Die erzählte Zeit nimmt hingegen auf den Zeitraum Bezug, den der Inhalt und die Handlung der Geschichte abdecken. Zwischen der Erzählzeit und der erzählten Zeit werden drei grundlegende Beziehungen unterschieden.

Bei der Zeitraffung ist die Erzählzeit deutlich kürzer als die erzählte Zeit, sodass ein großer inhaltlicher Zeitraum in einer für den Leser nur kurzen Lesedauer abgedeckt werden kann. Die Zeitdehnung ist das genaue Gegenteil: Hier ist die Erzählzeit deutlich länger als die erzählte Zeit. Bei einer zeitdeckenden Erzählung ist die Erzählzeit genauso lang wie die erzählte Zeit. Dialoge sind beispielsweise immer zeitdeckend.

Im Roman „Löcher“ wird weitestgehend zeitraffend erzählt. Die Erzählzeit, also die Lesedauer, beträgt nur knappe drei Stunden, der Roman deckt in den ersten zwei Teilen seiner erzählten Zeit aber bereits gute zwei Monate ab. Der letzte Teil ...

Der Text oben ist nur ein Auszug. Nur Abonnenten haben Zugang zu dem ganzen Textinhalt.

Erhalte Zugang zum vollständigen E-Book.

Als Abonnent von Lektürehilfe.de erhalten Sie Zugang zu allen E-Books.

Erhalte Zugang für nur 5,99 Euro pro Monat

Schon registriert als Abonnent? Bitte einloggen