Die Gebete

Schon zu Beginn des Romans wird veranschaulicht, wie die drei vorgeschriebenen Gebete, die ein Jude während des Tages verrichten muss, den Ablauf strukturieren: „Jeden Morgen dankte Mendel Gott für den Schlaf, für das Erwachen und den anbrechenden Tag. Wenn die Sonne unterging, betete er noch einmal. Wenn die ersten Sterne aufsprühten, betete er zum dritten Mal. Und bevor er sich schlafen legte, flüsterte er ein eiliges Gebet mit müden aber eifrigen Lippen“ (S. 8). Diese Gebete sind Teil des „Mizwot“ (der jüdischen Vorschriften), zu denen neben den 10 Geboten weitere 365 Verbote und 248 Gebote gehören, die von gläubigen Juden eingehalten werden müssen. Gläubige Juden sollen drei Mal am Tag beten (morgens, mittags, abends). Mendel fügt sogar noch ein Nachtgebet hinzu.

Mendel und Deborah beten und fasten unter anderem speziell dafür, dass ihr Sohn Menuchim wieder gesund wird, statt ihn in ein Spital zu geben: „Er [Mendel] beschloß, Gottes Hilfe für seinen Jüngsten zu erflehen und zweimal in der Woche zu fasten, Montag und Donnerstag. Deborah nahm sich vor, auf den Friedhof zu pilgern und die Gebeine der Ahnen anzurufen, um ihre Fürsprach beim Allmäc...

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