Deborah Singer

Deborah ist Mendels Frau. Sie ist eine große und kräftige Frau (S. 9: „breites, gewaltiges und bewegliches Gebirge“) mit „breiten Schultern“ (S. 9) und „starken Hände[n]“ (S. 9). Sie wird als schwierige Persönlichkeit charakterisiert, die ihrem Mann oft Vorwürfe macht, da er so wenig verdient. Ebenso „schielte [sie] nach dem Besitz Wohlhabender und neidete Kaufleuten den Gewinn“ (S. 8). Deborah leidet unter Anfällen (S. 8: „manchmal ritt sie der Teufel“).

Bis zu der Diagnose des Arztes, dass ihr Sohn Menuchim wahrscheinlich ein Epileptiker sei, kümmert sich Deborah intensiv um die Instandhaltung und Pflege des Hauses. Jeden Freitag putzt sie den Boden, „bis er gelb wurde wie Safran“ (S. 9), und lüftet alle Möbel und Strohsäcke ausgiebig. Nach der Diagnose verfällt sie in eine Art religiösen Wahn und verbringt ihre Zeit damit, zum Friedhof zu pilgern, sodass sie ihre Hauswirtschaft vernachlässigt. Auch später flüchtet sie sich in ihrer Verzweiflung über die Einberufung ihrer Söhne zum Militärdienst auf den Friedhof (S. 37-38). Hier findet sie den Trost, den sie zu Hause nicht finden kann.

Als Doktor Soltysiuk vorschlägt, Menuchim mit ins Krankenhaus zu nehmen, um ihn zu heilen, willigt Deborah sofort ein. Dennoch muss sie...

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