Augustus‘ und Hazels Liebe

Angst, eine Zeitbombe zu sein

Zunächst erkennt Hazel nicht die Gründe, warum sie den freundlichen Augustus nicht an sich heranlassen will. Sie ist zunächst verunsichert und überlegt, ob sie ihn vielleicht nicht anziehend findet. Doch dann wird ihr bald klar, dass sie vermeiden will, dass er sich in sie verliebt und somit stärker durch ihren Tod verletzt werden würde (S. 107). Diese Furcht veranlasst sie dazu, Abstand zu Augustus zu halten. Hazel hat Angst, den Menschen, die sie lieben, durch ihr Ableben weh zu tun: Sie weiß nicht, wie lange sie noch leben wird, aber sie weiß, dass sie aufgrund ihrer Krebskrankheit früh sterben wird bzw. jederzeit sterben kann.

Verstärkt wird dieses Gefühl durch Kommentare an der Pinnwand von Augustus‘ Ex-Freundin Caroline Mathers. Dort haben Freunde von ihr geschrieben, dass auch sie in ihrem Kampf gegen den Krebs verwundet worden sind (S. 108). Durch diese Formulierung kommt Hazel auf den Gedanken der Bombe: „Verwundet. Als wäre Caroline Mathers eine Bombe gewesen, und als sie hochging, wurde jeder in ihrer Nähe von Splittern getroffen“ (S. 110).

Augustus vor Leid schützen 

Hazel kann zu diesem Zeitpunkt noch nicht erkennen, dass Liebe den Schmerz wert ist. Sie weiß doch, dass sie sich eigentlich sehr zu Augustus hingezogen fühlt, dass sie Gefühle für ihn verspürt und lediglich deshalb Abstand von ihm halten wollte, um ihn zu schützen: „Natürlich war ich zurückgezuckt, als er mich berührte. Mit ihm zusammen zu sein hieß, ihm wehzutun – unvermeidlich. Und das war das Gefühl, das ich hatte, als er die Hand nach mir ausstreckte: das Gefühl, dass ich ihm etwas zuleide tat, denn genau so war es“ (S. 113).

Hazel möchte, um Augustus zu beschützen, dass er von ihr davonläuft, damit er dem Leiden entkommen kann. Dies wird auch in einem späteren Gespräch zwischen Hazel und Isaac über Augustus thematisiert. Isaac vermutet in diesem Gespräch, dass sie Augustus deshalb auf Abstand hält, weil sie Angst verspürt, dass Augustus sie verlässt, weil es ihm zu viel wird, so wie Monica ihn verlassen hat. „‚Magst du ihn?‘, fragte Isaac. ‚Natürlich mag ich ihn. Er ist toll.‘ ‚Ich weiß, was du versuchst. Du willst ihn mit nichts belasten, womit er nicht umgehen kann. Du willst nicht, dass er dir die Monica macht‘, sagte er. ‚Vielleicht‘, sagte ich. Aber das war es nicht. In Wirklichkeit wollte ich Gus nicht den Isaac machen“ (S. 145-146). Aber Hazel will nicht, dass Augustus ihretwegen leidet. 

Augustus‘ Werben 

Augustus ist vom ersten Moment an begeistert von Hazel. Ihre intelligente und kühne Antwort auf seine Angst des Vergessens bei der Selbsthilfegruppe hat ihn sofort beeindruckt. Von...

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