Augustus

Krebs und Amputation

Augustus Waters ist ein großer und schlaksiger siebzehnjähriger Junge. Er lebt mit seinen Eltern in Indianapolis/ Indiana USA. Augustus ist ein Einzelkind in der Ehe seiner Eltern, Cindy und Mark Waters. Er hat zwei Halbschwestern Julie und Martha, die schon 28 sind und in Chicago mit ihren Kindern und Männern leben. Seine Familie nennt ihn „Gus“. 

Gus hat kastanienbraunes, glattes, kurzes Haar und blaue Augen. Oft setzt er ein albernes provozierendes Lächeln auf (S. 28). Mit 15,5 Jahren bekam er ein Osteosarkom (Knochenkrebs). Ihm wurde sein rechtes Bein zum Teil amputiert. Stattdessen hat er ein Holzbein bekommen (S. 29). Diese Art des Krebses hat gute Heilungschancen. 

Gus geht deshalb in die 10. Klasse der North Central, weil er wegen seiner Krankheit gefehlt hat und sitzengeblieben ist. Vor seiner Krankheit war er ein sehr guter Basketballspieler und er besitzt viele Trophäen und Auszeichnungen aus dieser Zeit. Am Tag vor der Amputation spielte er das letzte Mal Basketball. Im Nachhinein findet er das ganze Spiel albern und tut es nun als Kleinkinderspiel ab. 

Gus spielt gerne Videospiele und findet Jungen-Filme, wie V wie Vendetta, cool. Er hört Songs von einer Band namens The Hectic Glow. Sein Lieblingsbuch ist die Romanversion des Videospiels Preis der Morgenröte. Das handelt sich dabei um einen Fortsetzungsroman, in dem Sergeant Max Mayhem immer neue Abenteuer bestehen muss, und zwar mit viel Blut, Krieg, Geiseln und Toten. Der Roman spielt in einer Fantasiewelt. Augustus taucht gerne in seine Fantasien ein und wird doch immer wieder von der Realität eingeholt. 

Trotz der eher trivialen Literatur und Filme, mit denen er sich seine Zeit vertreibt, drückt Augustus sich sehr gepflegt und kultiviert aus. Seine Gedankengänge zeichnen sich durch eine große Tiefe und Reife aus. Seine Lieblingsbeschäftigungen sind das Nachdenken und das Philosophieren. Die Art, wie er das Schicksal zu erklären versucht, übertrifft die Erwartungen an einen 17-jährigen Teenager. 

Der coole Zyniker

Als er Hazel in der Selbsthilfegruppe kennenlernt, ist Augustus krebsfrei. Er ist dort, um seinen Freund Isaac zu begleiten. Sie kennen sich aus dem Memorial-Hospital. Er geht mit dem Krebs, der ihn und seine Freunde fest im Griff hat, sehr ironisch um. Augustus drückt sich bildlich oft in Metaphern aus: „Ich sitze in einer Achterbahn, auf der es immer nur aufwärts geht, mein Freund“ (S. 18). 

In seinem Zuhause haben seine Eltern alles mit Mut machenden Sprüchen dekoriert, wie zum Beispiel: „Wahre Liebe erträgt jede Not“ (S. 34). Augustus macht sich über diese Sprüche lustig: „Meine Eltern nennen die Dinger Ermutigungen“ (S. 34). Er mag Spott und Provokation. Trotz seiner Krebskrankheit hat er immer ein Päckchen Zigaretten dabei und steckt sich gerne demonstrativ und provokativ eine Zigarette in den Mund, zündet sie aber niemals an. Zigaretten haben für ihn nur eine symbolische Bedeutung in Bezug auf seine kämpferische Einstellung gegenüber dem Krebs: „Du steckst dir das tödliche Ding zwischen die Zähne, aber du gibst ihm nicht die Kraft zu töten“ (S. 28). 

Der Romantiker

Augustus zeigt seine Großzügigkeit, als er Hazel seinen Herzenswunsch schenkt, damit sie gemeinsam nach Amsterdam reisen können, um dort den Autor Van Houten treffen zu können. Er macht sich zuvor viele Gedanken darüber, wie er Hazel von seiner Idee erzählen kann, und stellt ein Picknick für Hazel mit Hinweisen auf Amsterdam zusammen (siehe Abschnitt zu Augustus und Hazel). Dies Vorgehen verdeutlicht, dass er ein Junge ist, der überlegt handelt und der sich viel Mühe für die Menschen macht, die ihm etwas bedeuten. 

Da...

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