Sprache

Jugend- und Umgangssprache

Der Roman Das Schicksal ist ein mieser Verräter wird von der 16-jährigen Ich-Erzählerin Hazel erzählt. Trotz ihres jungen Alters benutzt sie einerseits eine gehobenere Bildungssprache, zitiert philosophische Ideen oder metaphorische Wendungen, welche Hazels Belesenheit und Collegeausbildung beweisen. Anderseits verwendet sie eine moderne Alltags- und Jugendsprache.

Sehr viele umgangssprachliche und jugendsprachliche Wendungen sind im Roman verstreut. Hier werden ein paar Beispiele dafür gegeben. Hazel erklärt metaphorisch, dass sie denkt, sie müsse „vier von den armen Schweinen hier überleben“ (S. 11). Sie beschreibt Augustus so: „Der Typ war echt süß“ (S. 16). Seine Stimme beschreibt sie im Folgenden als „sexy“ (S. 18). Als Augustus mit ihr flirtet, meint sie „Und ehrlich gesagt fuhr ich voll darauf ab“ (24). Hazel und Augustus beobachten, wie Isaac und seine Freundin Monica „zur Sache gingen“ (S. 26), was bedeutet, dass sie sich heftig küssten.

Die Jugendsprache prägt die Dialoge zwischen den jungen Krebskranken, wie in diesem Gespräch zwischen Augustus und Isaac: „»Scheiße«, sagte Isaac nach einem Moment.“ (S. 240); „Krass, Mann«, sagte Gus. »Ich will keinen draufsetzen oder so was, aber mein Körper besteht praktisch nur noch aus Krebs.“ (S. 241); „Ist die Karre da?«, fragte Isaac“ (S. 243).

Die Jugendsprache im Roman besteht nicht nur aus der Anwendung von solchen Wörtern und Ausdrücken, welche häufig von Jugendlichen verwendet werden, sondern auch aus verschiedenen Stilmitteln, wie Hyperbeln, Vergleichen und Metaphern (siehe dazu „Stilmittel“). Gleich zu Anfang der Erzählung erklärt Hazel zum Beispiel, dass ihr bei der Selbsthilfegruppe erzählt wird, dass sie „in Jesus‘ superheiligem Herzen“ (S. 10) sein würde. „superheiligem Herzen“ stellt hierbei eine Übertreibung dar. Als Hazel die Krankheit vom Gruppenleiter Patrick beschreibt, erklärt sie: „wie er als Kind Krebs in den Eiern gehabt hatte“ (S. 10). Auch die Kreation neuer Wörter ist jugendspezifisch: „Wir tranken aus Winnie-Puuh-Pappbechern.“ (S. 250) oder „mein Reise-nach-Amsterdam-Outfit” (S. 148).

 „okay“ ist ein spezielles Wort in der Erzählung, das Hazel und Augustus miteinander verbindet, so wie der Ausdruck „für immer“ für Isaac und Monica ihre gemeinsame Liebe verbildlicht hat. Dies ergibt sich, als Hazel und Augustus das Telefon auflegen wollen, wobei sie immer wieder „okay“ sagen, bis Augustus meint, „okay“ könnte ihr...

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