Propaganda

Das Gegenteil

Propaganda ist die gezielte Verbreitung einer bestimmten Ideologie mit dem Ziel, das Handeln und Denken der Menschen zu beeinflussen. Dabei werden sie im Interesse einer Minderheit manipuliert. Propaganda wird vor allem in der Politik eingesetzt.

Nach der Machtübernahme Hitlers beginnen die Nationalsozialisten sofort mit dem Terror gegen andere Rassen. So kreieren sie ein Feindbild, in dem die Juden in Zeitungen und auf Plakaten als Schädlinge der Deutschen verunglimpft werden. Sie sollen von der deutschen Rasse ferngehalten und gleichzeitig auch vernichtet werden. Aus diesem Grund ist die judenfeindliche Propaganda geprägt von menschenverachtenden Thesen. Die verwendete Sprache drückt Hass und Aggressivität aus. Die Nationalsozialisten stellen die Juden als Tiere oder Untermenschen dar, die Deutschen hingegen als eine starke Rasse, die herrschen soll.

Diese Ansicht vertreten im Roman die Figuren Gretel und Brunos Vater. Dieser erklärt Bruno, dass die Juden „eigentlich gar keine Menschen“ (S. 69) seien. Gretel wiederum beschreibt die Deutschen als das „Gegenteil“ (S. 227) der Juden. Beide Romanfiguren halten die Unterbringung der Juden in einem Lager und damit die Trennung von Juden und Deutschen für notwendig.

Bruno erlebt die Deportation von Juden, als er mit seiner Mutter und Schwester am Bahnhof steht. Auch hier wird die schlechte Behandlung der Juden angedeutet, da zu viele Menschen in einen Zugwaggon steigen müssen. Bruno wundert sich an dieser Stelle, warum nicht einfach ein paar Personen mit in ihr Zugabteil einsteigen, da dieses fast leer ist.

Unterricht und Erziehung

In der Erzählung „Der Junge im gestreiften Pyjama“ wird der Lehrer Herr Liszt von Brunos Vater eingestellt, um Bruno und Gretel im nationalsozialistischen Sinn zu erziehen. Dem Lehrer ist es besonders wichtig, die Geschwister in „Geschichte und Erdkunde“ (S. 123) sowie „Sozialwissenschaften“ (S. 123) zu unterrichten. Literatur und Kunst hält er dagegen für unbedeutend. Er lehnt Märchen und Abenteuergeschichten, wie sie Bruno gern liest, ab.

Liszt möchte, dass die Kinder über das aktuelle Weltgeschehen Bescheid wissen. Außerdem vermittelt er den Kindern die nationalsozialistische Rassenlehre. Diese teilt die Menschen in Rassen ein...

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