Holocaust

Die Einschränkungen

Nach der Machtergreifung Hitlers im Jahr 1933 beginnen die Nationalsozialisten sofort mit der Umstrukturierung der deutschen Politik und Gesellschaft. Wichtige Grundrechte, die in der Weimarer Republik beschlossen wurden, setzen sie außer Kraft. Darunter fallen beispielsweise das Recht auf freie Meinungsäußerung sowie die Presse-, Vereins- und Versammlungsfreiheit. Gleichzeitig beginnt die Judenverfolgung und die Errichtung der ersten Konzentrationslager.

Im Mai 1933 führen die Nationalsozialisten deutschlandweit Bücherverbrennungen durch. Betroffen davon sind vor allem Werke jüdischer Autoren, die daraufhin reihenweise emigrieren. Jüdische Geschäfte werden boykottiert. Des Weiteren versuchen die Nationalsozialisten, die deutsche Bevölkerung davon zu überzeugen, sich nicht mehr von jüdischen Ärzten behandeln oder von jüdischen Anwälten beraten zu lassen.
Pavel berichtet Bruno, dass er als Arzt eine eigene Praxis geführt habe. Er habe seinen Beruf geliebt und sei sehr traurig, dass er ihn nach der Deportation ins Konzentrationslager nicht mehr ausüben könne.

Die Rassengesetze

Auf dem Reichsparteitag in Nürnberg 1935 macht Hitler seinen Judenhass und seine abscheuliche Rassenlehre zur Staatsangelegenheit. Es werden drei Rassengesetze beschlossen, welche das Leben von Nichtariern bei der Arbeit und im restlichen Alltag erschweren. Diese Gesetze werden in den folgenden Jahren streng durchgezogen. Eheschließungen zwischen Juden und deutschen Staatsangehörigen werden verboten, Juden werden entlassen und erhalten Berufsverbote. Außerdem müssen sie von nun an den Judenstern als Erkennungszeichen sichtbar auf ihrer Kleidung tragen. Damit werden die Juden immer mehr vom Rest der Gesellschaft ausgegrenzt. Juden werden sozial diffamiert, gedemütigt und wirtschaftlich ausgebeutet.

Die Deportation

Ab 1941 beginnt das Regime mit der Deportation der Juden in den Osten. Schmuel berichtet Bruno, er habe mit seiner Familie sein Heimatdorf verlassen und in ein Viertel nach Krakau umsiedeln müssen, wo sie sich zu elft ein Zimmer geteilt hätten. Anschließend seien sie ins Lager nach „Aus-Wisch“ gebracht worden. Ähnlich erging es auch Pavel. Nachdem er seine Praxis aufgeben musste, wurde auch er nach „Aus-Wisch“ überführt. Nach Ankunft von Brunos Famil...

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