Familie und Erziehung im Nationalsozialismus

Disziplin und Gehorsamkeit

Familie und Erziehung spielen im Nationalsozialismus eine wichtige Rolle. Prinzipiell wollen die Nationalsozialisten, dass der Staat eine übergeordnete Stellung bei der Erziehung der Kinder einnimmt, damit gewährleistet werden kann, dass Einheitlichkeit vorherrscht. Dabei wird die klassische Rollenverteilung propagiert. Der Vater soll arbeiten oder in den Krieg ziehen. Die Mutter soll zu Hause bleiben und sich um den Haushalt und die Kinder kümmern.

Die Erziehung der deutschen Kinder und Jugendlichen im Sinne des Nationalsozialismus findet aber nicht nur in der Familie statt, sondern auch im Kindergarten, in der Schule und in Vereinen. Die Erziehung der Kinder und Jugendlichen zum Nationalsozialisten ist streng durchgeplant. Bereits in den frühen Schuljahren beginnt man, das Interesse der Kinder für den Nationalsozialismus zu schüren. Inhalt der Erziehung ist vor allem die Rassenlehre. Man vermittelt ihnen ein ganz bestimmtes Menschenbild. Die deutschen Kinder sollen davon überzeugt sein, dass sie besser sind als andere.

Außerdem spielen Sport und körperliche Fitness eine zentrale Rolle. Die Kinder sollen abgehärtet und stark sein. Damit sollen sie ein bestimmtes Idealbild der deutschen Rasse erfüllen. Ungemein wichtig ist auch der bedingungslose Gehorsam gegenüber den Lehrern und später den Soldaten. Widersetzt sich ein Kind oder macht es einen Fehler, führt dies zu harten Bestrafungen. Oftmals werden sie dann vor der gesamten Klasse gedemütigt.

Die Mädchen müssen ab dem 14. Lebensjahr in den Bund Deutscher Mädel (BDM) eintreten. Die Jungen werden in der Hitlerjugend zusammengeschlossen. Man achtet darauf, dass alle Kinder und Jugendliche gleich erzogen werden. Alle müssen sich dem fügen, was man ihnen er...

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