Sprache und Stil

Boyne verwendet in seinem Roman eine sehr einfache Sprache, was die Geschichte authentisch macht, da sie aus der Sicht eines 9-jährigen Jungen geschrieben ist. Aus diesem Grund ist der Satzbau sehr unkompliziert. Dadurch wird der Leser mit einem kindlich-naiven Erzählstil durch den Text geführt. Dabei fallen einige sprachliche und stilistische Besonderheiten auf.

Brunos falsche Aussprache

Obwohl Bruno bereits neun Jahre ist, spricht er die Wörter, die mit dem Nationalsozialismus zusammenhängen, falsch aus. Anstatt über den Führer zu sprechen, redet er vom „Furor“. Das macht stilistisch Sinn, da Bruno angeblich noch nie vom Führer gehört hat und auch nicht weiß, was dieser macht. Außerdem spricht er den Namen des Lagers Auschwitz falsch aus. Er spricht immer nur von „Aus-Wisch“. Am Anfang des Textes ist dies noch verständlich, da er neu an diesem Ort ist und vorher noch nie von ihm gehört hat. Später allerdings wird er mehrfach von seinen Familienmitgliedern verbessert. Er hört also die korrekte Aussprache, nimmt diese jedoch nicht an. Das zeugt nicht davon, dass Bruno dumm ist. Es soll zeigen, dass er mit dem Nationalsozialismus überhaupt nichts zu tun hat und nichts davon weiß.

Wiederholungen

Im Text tauchen Wortgruppen auf, die Bruno in unterschiedlichen Situationen immer wieder verwendet. Zum einen dienen sie der Kontrastierung, zum anderen soll mit ihrer Hilfe immer wieder auf bestimmte Konflikte und Gefühlsregungen hingewiesen werden.

Beispiel „ein gewisser Jemand“:

Diese Wortgruppe wird von der Mutter gebraucht, wenn si...

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