Einleitung

Die Einleitung (Exposition) des Dramas ist ein Monolog von Iphigenie. Es handelt sich um einen lyrischen Monolog, indem die Priesterin vor allem ihre eigenen Gefühle und Gedanken bezüglich ihrer Situation auf Tauris offenbart. So berichtet die Tochter Agamemnons, dass sie sich noch immer nicht an ihre neue Umgebung gewöhnt habe und ihre Heimat Griechenland vermisse. Sie sehnt sich zurück zu ihrer Familie, fühlt sich aber in der Pflicht, für die Göttin Diane auf der Insel zu bleiben. Weiter bedauert sie die Situation der Frau („Der Frauen Zustand ist beklagenswert“ (S. 9)) und fühlt sich ohnmächtig und hilflos. Sie denkt zu diesem Zeitpunkt noch nicht darüber nach, aktiv zu handeln, sondern fügt sich in die ihr zugeschriebene Position „Mit stillem Widerwillen“ (S. 10).

Dieser stille Widerwille wird erst im Verlauf der Handlung zu einem lauten Widerwillen, den Iphigenie vor allem vor Thoas äußert. Im Eingangsmonolog hofft die Priesterin noch auf Diane, die ihr helfen soll: „Und rette mich, die du [Diane] vom Tod’ errettet,/Auch von dem Leben hier, de...

Der Text oben ist nur ein Auszug. Nur Abonnenten haben Zugang zu dem ganzen Textinhalt.

Erhalte Zugang zum vollständigen E-Book.

Als Abonnent von Lektürehilfe.de erhalten Sie Zugang zu allen E-Books.

Erhalte Zugang für nur 5,99 Euro pro Monat

Schon registriert als Abonnent? Bitte einloggen