Aktanalyse 2. Aufzug

1. Auftritt

Der 2. Aufzug des Stücks besteht aus zwei Auftritten. Im 1. Auftritt kommen Orest und Pylades das erste Mal vor. Sie sind Gefangene auf der Insel Tauris, nachdem sie bei dem Versuch, die Statue der Diane aus dem Tempel zu stehlen, erwischt wurden. Eingeleitet wird die Szene durch einen Monolog von Orest, in dem es um sein eigenes Schicksal geht.

Er berichtet über die Furien, die ihn verfolgen würden, und über die Hilfe, die er bei Apollon gesucht habe. Auch Orest fühlt seine Herkunft belastend auf seinen Schultern liegen, und er würde es nicht bedauern, bereits sterben zu müssen. Lediglich der Gedanke an seinen treuen Freund Pylades hält ihn am Leben: „Dein Leben oder Tod/Gibt mir allein noch Hoffnung oder Furcht“ (S. 27).

Pylades seinerseits sagt aus, noch nicht sterben zu wollen und am Leben zu hängen. Im Gegensatz zu Orest hofft er auf eine gute Wendung ihrer beiden Schicksale: „Ich denke nicht den Tod; ich sinn’ und horche,/Ob nicht zu irgend einer frohen Flucht/Die Götter Rat und Wege zubereiten“ (S. 27). Zum ersten Mal sind die Götter hier Hoffnungsträger und keine Unheilsbringer. Pylades sieht sein Leben als positiv und gut an, er ist dankbar dafür, dass er mit Orest aufwachsen durfte: „Da ich mit dir und deinetwillen nur/Seit meiner Kindheit leb’ und leben mag“ (S. 28). Zusammen mit Or...

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