Szenenanalyse 1. Aufzug, 3. Auftritt

In diesem Auftritt findet eine ausführliche Unterhaltung zwischen Thoas und Iphigenie statt.

Als Gesprächseröffnung richtet Iphigenie ihr Wort an Thoas und wünscht diesem nur das Beste: „Sieg und Ruhm/Und Reichtum“ (S. 15). Thoas entgegnet, er sei nicht zufrieden mit seiner Situation, da er den Tod des Sohnes noch immer bedauere und sich als Herrscher auf der Insel nicht legitimiert fühle („Ein jeder sinnt was künftig werden wird,/Und folgt dem Kinderlosen, weil er muß“ (S. 16). Aus diesem Grund wirbt er um Iphigenie, die ihn jedoch zurückweist.

Die Priesterin windet sich vor einer Bindung an Thoas. Sie will verhindern, für immer an die Insel gefesselt zu sein. Daher bringt sie das Argument ihrer vorbelasteten Herkunft vor, das für Thoas allerdings wenig Bedeutung hat im Angesicht dessen, was sich auf Tauris positiv verändert hat, seitdem Iphigenie da ist: „So fehlt es doch, seitdem du bei uns wohnst/Und eines frommen Gastes Recht genießest,/An Segen nicht, der mir von oben kommt“ (S. 17).

Iphigenie beginnt, ausschweifend darüber zu berichten, welche negativen Eigenschaften die Nachkommen des Tantalus haben: „Rat, Mäßigung und Weisheit und Geduld/Verbarg er ihrem scheuen düstern Blick“ (S. 19) und wütend sollen sie sein (vgl. S. 19). Sie erzählt die Geschichte von...

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