Bauern und Zigeuner

Die Bauern repräsentieren die untere gesellschaftliche Klasse des Dramas, die ein Gegengewicht zu Kaiser, Bischof und Fürsten bilden. Sie werden von den oberen Klassen, vom Bürgertum, Klerus und Adel, ausgebeutet.

Die Zigeuner nehmen einen speziellen niedrigen sozialen Status ein und genießen überhaupt kein gesellschaftliches Ansehen. Deshalb ist es wichtig, in der Charakteristik der beiden Figurengruppen und ihrer Bedeutung zwischen Bauern und Zigeuner zu unterscheiden. Gemeinsam ist ihnen, dass beide Gruppierungen prinzipiell auf der Seite von Götz von Berlichingen stehen, da sie um seinen Ruf wissen, sich für die Unterdrückten einzusetzen. Ein Teil der Bauern wendet sich jedoch im Verlauf der Dramenhandlung gegen ihn.

Die Hilfsbereitschaft der Zigeuner

Die Zigeuner werden auch im Drama als ein freiheitsliebendes Volk beschrieben, das ohne festen Wohnsitz durch das Land zieht. Sie stehen gewissermaßen außerhalb der Gesellschaft. Sie sind hierarchisch organisiert und haben einen Hauptmann. Auch sind die Geschlechtsrollen bei ihnen fest verteilt: Der Mann ist zum Beispiel für das Jagen zuständig und die Frau für die Versorgung von Wunden.

Im Drama treten sie in Erscheinung, als Götz schwerverwundet durch den Wald reitet und auf ihr Lager trifft. Auffallend ist ihre Hilfsbereitschaft. Der Zigeuner-Hauptmann nimmt Götz zu sich auf und seine Verletzung wird sofort versorgt. Auch der Hauptmann hat schon von Götz gehört und verehrt ihn und bekennt: “Götz unser Leben und Blut las...

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