Hintergrund

Johann Wolfgang von Goethe – Eine kleine Gedichtbiografie

Johann Wolfgang von Goethe kam am 28. 08. 1749 in Frankfurt am Main zur Welt. Seine wohlhabenden Eltern ermöglichten ihm und seiner jüngeren Schwester Cornelia eine sehr gute Ausbildung. Bereits in den frühen Kinderjahren erhielt Goethe Unterricht in Musik, Schönschreiben, Rechnen, Zeichnen, Geschichte, Geografie und mehreren Fremdsprachen. Früh entdeckte er für sich Theater und Literatur. Bereits vor seinem zehnten Lebensjahr verfasste er unter der Anleitung des Hauslehrers Gedichte und Dramen.

Im Jahr 1765, im Alter von 16 Jahren, begann Goethe  auf Wunsch des Vaters ein Jurastudium in Leipzig. Für das Fach konnte er sich jedoch nicht begeistern und besuchte lieber die Vorlesungen zur Ästhetik von Christian Fürchtegott Gellert und den Zeichenunterricht bei Adam Friedrich Oeser.
In dieser Zeit distanzierte sich Goethe von seinem bisherigen Schaffen. Er verbrannte seine Manuskripte und versuchte einen Neuanfang mit der Anakreontik, der dichterischen Umsetzung der Rokoko-Ästhetik. Es entstanden kleine witzige Gedichte über Themen wie Wein, Liebe, Freundschaft und Gesang. 1768 brach Goethe seinen Aufenthalt in Leipzig aus gesundheitlichen Gründen kurzfristig ab. Er kehrte für eineinhalb Jahre nach Frankfurt zurück, wo es langsam zu einer Heilung kam.

Schließlich ging Johann Wolfgang von Goethe für ein Jahr nach Straßburg, wo er Johann Gottfried Herder und Jacob Michael Reinhold Lenz begegnete. Herder war zu diesem Zeitpunkt einer der wichtigsten Geschichtsphilosophen und Literathurtheoretiker. Unter seinem Einfluss entwickelten Goethe und Lenz mit weiteren jungen Autoren eine Revolution der Dichtung, den neuen Stil des „Sturm und Drang“. Es entstanden die „Sesenheimer Lieder“, das „Heideröslein“ und „Willkommen und Abschied“. Nach seiner Promotion zum Lizenziat der Rechte absolvierte Goethe ein Refendariat am Reichskammergericht in Wetzlar und eröffnete anschließend eine eigene Kanzlei in Frankfurt, mit der er jedoch nicht erfolgreich wurde.

Schließlich lud der Herzog von Sachsen-Weimar Carl August Goethe nach Weimar ein. Diesem Ruf folgte Goethe am 7. November 1775 und konnte sich schnell in dem Hofzirkel etablieren. Er machte eine rasante Karriere als Politiker und Verwaltungsbeamter. Die zahlreichen Regierungsämter raubten ihm jedoch viel Zeit. Nur eine Vorfassung der „Iphigenie auf Tauris“ und einige Gedichte konnte Goethe in dieser Zeit fertigstellen. So zum Beispiel die „Römischen Elegien“, die zunächst den Namen „Erotica ...

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