Der Rattenfänger

Das Gedicht „Der Rattenfänger“ entsteht um 1780, wird jedoch erst im „Taschenbuch auf das Jahr 1804“ vom Verlag Cotta veröffentlicht. Goethe lässt sich bei der Gestaltung des Gedichts von der Form des Bänkelgesangs inspirieren. Seine inhaltliche Quelle stellt dagegen die Sage vom Rattenfänger aus Hameln dar, die vom Autor anders interpretiert und stark verändert wird.

Das Gedicht besteht aus drei Strophen zu je acht Versen. Das Reimschema jeder Strophe ist „aabbccdd“. Es hat folglich vier aufeinanderfolgende Paarreime. Das Metrum bildet ein vierhebiger Jambus. Die fünfte und sechste Verszeile jeder Strophe beginnt mit dem Konjunktiv „Und wären“. Den sechsten Vers der ersten Strophe ausgenommen, setzen sich die Zeilen mit „[...] noch so [...]“ fort. Anschließend folgt im siebten und achten Vers der Bezug auf die Gesamtheit der Ratten, Kinder oder Mädchen. In den ersten beiden Strophen wiederholt sich zu Beginn der letzten Verszeile „Sie müssen“, während sich die dritte Strophe in dieser Zeile davon unterscheidet. Folglich bilden die letzten vier Verszeilen jeder Strophe eine...

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