Interpretation

Goethes „Faust – der Tragödie erster Teil“ ist nicht umsonst eines der bedeutendsten Werke der Literaturgeschichte. Hinter der Tragödie verbirgt sich ein ganzes Welt- und Menschenbild, das im Werk sichtbar gemacht wird.

Zudem liefert es eine Fülle an Motiven und Interpretationsansätzen, die die Deutung äußerst anspruchsvoll machen. Die Komplexität und Vielschichtigkeit können aber auch den Zugang zur Tragödie erschweren.

'Faust I' lässt sich in zwei große Handlungsstränge einteilen, die miteinander verwoben sind: Die Gelehrtentragödie beschreibt die tiefe Existenz -und Erkenntniskrise des Wissenschaftlers Faust und beginnt mit der Szene „Nacht“, an die sich die Gretchentragödie anschließt. Die Gretchentragödie beschreibt das tragische Liebesverhältnis zwischen Faust und Margarete bis zum schicksalhaften Untergang Margaretes. 

In der Interpretation sind die wichtigsten Motive des Werkes aufgegriffen und jedes einzelne Motiv klar strukturiert analysiert. So wird verständlich, wie etwa die Gretchentragödie konzipiert ist und welche Funktion sie erfüllt oder welches Weltverständnis das Motiv der 'doppelten Wette' transportiert.

Die Interpretation liefert damit Deutungsansätze, die „Goethes Faust I“ in seiner ganzen Vielfalt für jeden Leser verstehbar macht und die äußerst erhellend sind.