Selbstmord

Der Selbstmord ist schlussendlich die einzige Freiheit, die Werther offensichtlich noch über sein Leben geblieben ist. Er umfasst seine ganze Abneigung gegen die Gesellschaft und bringt sein Unvermögen zum Ausdruck, sich in diese starren Konstrukte einzufügen. Diese Umstände sind zudem auch Auslöser seiner „Krankheit“, wie er die unglückliche Liebe zu Lotte oft bezeichnet, und die er als tödlich erachtet, da sie der menschlichen Natur so sehr widerspricht:  „Die Natur findet keinen Ausweg aus dem Labyrinthe der verworrenen und widersprechenden Kräfte, und der Mensch muss sterben“ (S. 58).

Dennoch zeigt der Text, dass nicht nur der Selbstmord eine mögliche Lösung der Situation darstellt. Im Text werden die beiden anderen Möglichkeiten, die Situation aufzulösen, durch den Bauernburschen und den Verrückten symbolisch abgebildet.

Wahnsinn

In seinem Brief vom 30. November 1772 berichtet Werther seinem Freund Wilhelm von einer Begegnung mit einem jungen Mann, der im Winter zwischen den Steinen nach Blumen für seine Geliebte sucht. Er beschreibt ihn als Menschen mit einer interessanten Physiognomie, in der „stille Trauer den Hauptzug machte, die aber sonst nichts als einen geraden guten Sinn ausdrü...

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