Freiheit

Werther ist ein Mensch, der die Freiheit liebt und der in einer Welt leben muss, die ihm an keiner Stelle Freiheit gewährt. Selbst eines der stärksten Gefühle des Menschen, die Liebe, wird in Konventionen gepresst und darf keine sozialen Unterschiede oder gesellschaftlichen Umstände überwinden. Schon sein Umgang mit Frauen wird als eine Verletzung der gesellschaftlichen Konventionen angesehen (S. 36). So empört er sich bei Wilhelm auch darüber: „Nun verdrießt mich nichts mehr, als wenn die Menschen einander plagen, am meisten, wenn junge Leute in der Blüte ihres Lebens, da sie am offensten für alle Freuden sein könnten, einander die paar guten Tage mit Fratzen verderben, und nur erst zu spät das Unersetzliche ihrer Verschwendung einsehen“ (S. 36).

Werther kann es nicht akzeptieren, dass anscheinend die gesamte Gesellschaft um ihn herum darauf hinaus will, sich gegenseitig Schlechtes anzutun. Dies beschäftigt ihn nicht nur bei dem Spaziergang, sondern auch, als...

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