Die Forderung nach der Individualität

Durch die Idee des Genies und das Betonen der eigenen Empfindung veränderten sich auch die literarischen Figuren. Es waren nicht mehr Stereotypen, die in verschiedenen Ausprägungen immer wieder in den Werken zu finden waren, sondern individuelle und sehr detailliert gestaltete Charaktere. Gerade ihre Individualität stand in einem großen Kontrast zu den engen gesellschaftlichen Konventionen der Zeit und ermöglichte es den Autoren, gesellschaftliche Missstände ohne erhobenen Zeigefinger zu kritisieren. Diese Individualität spiegelt sich beispielsweise in der Verwendung einer eigenen Sprache der Personen wider. Umgangssprachliche Ausdrücke, Ausrufe und abgebrochene Sätze waren nicht mehr verwerflich, sondern Teil der Personenkonstruktion.

Dieses Konzept war auch als Gegenentwurf zu den allgemeingültigen Ansichten der Aufklärung zu verstehen. Es ging in den Werken nicht mehr darum, allgemeingültige Ansichten zu erörtern und zu vertreten, s...

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