Zeitgenössische Rezeption

Auch wenn das Werk auf der Leipziger Buchmesse 1774 ein direkter Erfolg wurde, gab es doch einige kritische Stimmen in der damaligen Zeit. Der Schweizer Pfarrer, Philosoph und Schriftsteller Johann Caspar Lavater äußerte seinem Freund Goethe gegenüber seine Bedenken, dass dieser eine solch morbide Geschichte ohne den für die Aufklärung so wichtigen theoretischen Teil abgedruckt habe. Goethe antwortete ihm darauf, dass seine Erzählung deutlich zeige, wohin übertriebene Schwärmerei führe. Lavater schien überzeugt: „Wer´s aus der Geschichte nicht lernt, der lernts gewiß aus der Lehre nicht.“

Auch Gotthold Ephraim Lessing äußert sich ähnlich wie Lavater und hätte ein abschließendes Kapitel bevorzugt, in dem der Autor möglichst emotionslos erläutert, was junge Menschen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden, statt des Selbstmordes tun könnten.

Matthias Claudius schrieb selbst einen Aufruf an alle aus Liebeskummer trauernden ...

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