Katholizismus und Protestantismus

Reformation und Gegenreformation

Bereits ab 1519 begann Ulrich Zwingli (1484-1531) in Zürich damit, die Reform der Kirche voranzutreiben. Der energische Theologe trat für die Vorherrschaft der Städte Bern und Zürich in einer politisch erneuerten Eidgenossenschaft ein. In der Bibel sah er das zwingende Wort Gottes.

Allerdings bewirkte die Reformation auch, dass die politischen Organe dauerhaft eingeschränkt waren, was das Finden von Entscheidungen angeht. Denn die katholisch gebliebenen Orte der Innerschweiz stellten sich zumeist gegen die Anliegen der bereits reformierten Gegenden. In der Folge war die Beschlussfähigkeit der bis 1848 bestehenden „Tagsatzung“ - so hieß der Gesandtenkongress der verschiedenen eidgenössischen Orte – stark reduziert.

Im Zuge der Reformation kam es auch in der Schweiz zur Gegenreformation, in deren Rahmen die katholischen Kräfte versuchten, ihren Einfluss zurückzugewinnen. Sowohl die Reformation als auch Gegenreformation liefen zwar relativ zeitgleich, jedoch inhaltlich unterschiedlich wie in den deutschen Gebieten ab – schließlich war die Alte Eidgenossenschaft anders strukturiert als das Reich.

Selbstständigkeit und Glaubens

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