Epoche

Literarische Werke sind immer auch durch einen historischen Hintergrund gekennzeichnet. Darüber hinaus werden Schriftsteller durch das zu ihrer Zeit bereits vorhandene Gedankengut beeinflusst. Im Fall von Jeremias Gotthelf sowie der „schwarzen Spinne“ sind das vor allem die in der Schweiz schon seit Jahrhunderten kursierenden Sagen, welche sich um den Teufel und dessen irdisches Erscheinen ranken. Zunächst wird darauf eingegangen, welcher Arbeitsprozess der Entstehung dieser Novelle vorausging.

Mehrere Briefe des Schweizer Autors aus den Jahren 1841 sowie 1842 legen Zeugnis von der Entstehung ab. Diese Novelle wurde in relativ kurzer Zeit verfasst, und zwar zusammen mit drei heute weitgehend vergessenen, sagenhaften Erzählungen: „Die Rotentaler“, „Die Gründung Burgdorfs“ sowie „Die drei Brüder“.

Als wichtigste literarische Vorlage für Die schwarze Spinne ist die gleichnamige Erzählung von August Friedrich Ernst Langbein zu nennen. Diese erschien 19 Jahre zuvor und verband bereits wichtige Elemente miteinander, welche sich später in der Novelle Gotthelfs wiederfinden. Dieser übernahm zugleich aus dem Volksgut mehrere Überlieferungen. Dazu gehören etwa das Motiv der Pest, das Auftreten einer unheilvollen Viehseuche sowie die Erwähnung eines Ritters.

Da Jeremias Gotthelf ein gläubiger Pfarrer war, der mit seinen Texten den Glauben vermitteln wollte, wird im Anschluss auf den religiösen Hintergrund näher eingegangen. Wie verliefen Reformation sowie Gegenreformation etwa um die Mitte des 19. Jahrhunderts in der Schweiz? Welchen Einfluss übten Napoleon sowie die von ihm begründete Helvetische Republik auf den jungen Albert Bitzius aus?

Des Weiteren wird ein Blick auf die grassierende Verarmung der Zeit gerichtet. Viele Menschen verloren im Zuge der Agrarrevolution ihre Arbeit in der Landwirtschaft. In den Städten löste die zunehmende Industrialisierung eine Verelendung der Massen aus. Diese Entwicklung findet zum Teil ihren Niederschlag in der „schwarzen Spinne“.

Um das Verständnis für die Erzählung zu vertiefen, wird die literarische Gattung der Novelle angesprochen. Was zeichnet diese speziell aus? Da die Novelle vor allem dem Biedermeier sowie dem Poetischen Realismus zugeordnet wird, werden diese beiden Epochen eingehend besprochen. Außerdem wird auf die Rezeptionsgeschichte detailliert eingegangen.

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