Priester

Schilderung als makellose Heilige

Ebenso wie sein Vater war auch Albert Bitzius ein reformierter Pfarrer in der Schweiz. Zu diesem Beruf hatte er folglich eine besonders nahe Beziehung. Bitzius, der sich später Jeremias Gotthelf nannte, nahm seine Verantwortung für die ihm anvertrauten Seelen sehr ernst. Das erkennt man zum Beispiel an der durchgehend moralischen Haltung, welche seine Novelle Die schwarze Spinne auszeichnet.

Der Autor versucht, seine Leser im christlichen Sinne zu erziehen, sie vor der Macht des Bösen zu bewahren. Dabei geht es ihm um das jenseitige ewige Leben sowie um den Himmel, den es sich auf Erden zu verdienen gilt. In Gotthelfs Novelle von 1841 treten verschiedene Priester auf, die zumeist untadelig wie Heilige geschildert werden. Sie sind Respektspersonen, die sowohl im Dies- als auch im Jenseits mit Macht ausgestattet sind (S.55).

Die Menschen im vorreformatorischen Emmental trauen sich nicht, ihrem Pfarrer in der Beichte zu gestehen, dass sie einen Pakt mit dem Bösen geschlossen haben. Im Gegensatz beispielsweise zum Meisterknecht ist der Mann Gottes wahrhaftig (ebd.). Sogar die Ritter im Schloss verhalten sich ihm gegenüber ehrerbietig.

Segnen, Taufe und Gebet

Als der örtliche Pfarrer in der ersten Binnenerzählung dennoch von dem Handel mit dem Grünen erfährt, ist er entsetzt (S.56). Weil ihm „die Krone des ewigen Lebens“ (ebd.) wichtiger ist als sein irdischer Lei...

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