Meisterknecht

Ein seltsamer Mensch mit ungleichen Augen

Zu den wenigen Figuren im Roman, die als absolut schlecht geschildert werden, zählt der junge Meisterknecht. Dieser wird als „seltsamer Mensch“ (S.101) geschildert. Wie die Meisterweiber, Hans von Stoffeln, der schlechte Pfaffe sowie Christine stammt er aus der Fremde. Wie beim Grünen weiß keiner, woher er wirklich kommt. Dieser Dienstbote unbekannter Herkunft gibt sich besonders hart, was, so der Erzähler, auf Frauen angeblich besonders anziehend wirkt.

Der Meisterknecht hat Haare, die im Schatten hell wie Flachs leuchten. In der Sonne schimmern seine Locken hingegen rötlich. Auffallend sind seine Pupillen, deren unterschiedliche Farben sich nicht feststellen lassen (S.102). Hinter langen Wimpern sowie „demütigem Niedersehn“ (S.102) versteckt er seine wahre Absicht. Die Farbe seiner Augen ist nicht zu bestimmen. Sie blicken nie in die gleiche Richtung.  Traditionell deuten verschiedenfarbige Augen oder auch Schielen auf geistige Verwirrung hin (S.129).

Sein Charakter ist auffällig. Er quält das Vieh, welches ihn dafür hasst (ebd.). Vordergründig ist er mit allen anderen Knechten befreundet...

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