Der Großvater

Der angesehene Patriarch

Ebenso wie alle Personen zu Beginn der idyllischen Rahmenerzählung ist der Großvater idealtypisch gezeichnet. Er spiegelt somit keine konkrete Person wider. Individuelle Züge gewinnt er erst später, seine Persönlichkeit wird immer konkreter. Der Leser erfährt, dass sich der Großvater im 75. Lebensjahr befindet (S.14). Er geht „langsam und gebeugt an einem Hakenstock“ (Krückstock). Mit Vorliebe raucht er Pfeife.

Trotz oder gerade wegen seines Alters ist er die unbestrittene Autorität. Innerhalb der Familie verkörpert der Großvater als eine Art „Paterfamilias“ die patriarchalische Struktur. Diese verleiht dem Hauswesen eine besondere Stabilität. Nach den Anweisungen des Ättis (Schweizerdeutsch für „Opa“) - aber auch nach denen der Großmutter - handeln die Dienstboten (S.5).

Damit befolgen die Bewohner des Hofs die im Neuen und Alten Testament vorgegebene Ordnung, welche von allen al...

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