Christen

Hochmut und Hoffart

In der zweiten Binnenerzählung, welche etwa im Jahr 1430 handelt, wird das höllische Ungeziefer befreit. Die schwarze Spinne, die vor zweihundert Jahren in einem Loch im Fensterpfosten eingesperrt worden ist, wird am Heiligen Abend aufgrund der dummen Dreistigkeit des Meisterknechts (siehe Charakterisierung Meisterknecht) wieder befreit. Sie wütet dann fürchterlich und tötet viele im Dorf.

Jeremias Gotthelf lässt keinen Zweifel daran, dass die Todsünde der Hoffart und Eitelkeit das Tier zu neuer Raserei befähigen. Aber auch Schwäche sowie allzu große Nachgiebigkeit gegenüber der Sünde sind als Ursachen zu nennen. Statt Gott zu verehren, prahlen die Bauern. Sie verüben nun selbst alle Laster, die sie früher an den Ordensrittern im Schloss verurteilt haben. Die Dorfbewohner verhalten sich hart gegenüber Gott und den Menschen (S.96), speziell gegenüber ihrem Gesinde. Auch der selbstgefällige Bauteufel (S.97) ist in sie gefahren.

Demütigung und Gehorsamkeit

In Christines Haus herrscht nun eine Meisterin, deren Mann unter ihrer Herrschaft verstorben ist. Sie hat einen einzigen Sohn, Christen. Dieser „war ein schöner Bube, hatte ein gutes Gemüt und war freundlich mit Mensch und Vieh“ (S.97). Seine Mutter liebt ihn, zeigt es jedoch nicht. Stattdessen gängelt s...

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