Stil

Hypotaktischer Satzbau

Gotthelf betonte auf diese Weise, wie sehr er für die Sitten und Gebräuche der guten `alten´ Zeit war. Diese rückwärtsgewandte Einstellung kommt in der Rahmengeschichte immer wieder zum Ausdruck. Der Satzbau ist zudem oft auffallend lang, gewunden und unübersichtlich. Dadurch…

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Der `Hohe Stil´

Jeremias Gotthelfs Vorbild, der Reformator Martin Luther, scheute sich nicht vor dem Gebrauch der Umgangssprache. Dabei ließ es der Schriftsteller aus dem Bernbiet jedoch nicht bewenden. Ebenso wie Luther schaut Gotthelf dem Volk `aufs Maul´ und benutzt eine unverstellte, volkstümliche, dabei aber gehoben…

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Stilmittel

Entsprechend dem sich durch die „schwarze Spinne“ ziehenden `Hohen Stil´ nutzte Jeremias Gotthelf eine Vielzahl von Stilmitteln. Man kann feststellen, dass es fast keines gibt, das sich nicht in der Novelle finden lässt. Die wichtigsten Stilmittel sollen hier wiedergegeben werden:

  • Anapher (gleicher (Teil-)Satzanfang): „Je näher der Tag der Geburt kam, desto schrecklicher ward der Brand auf ihrer Wange, desto mächtiger dehnte der schwarze Punkt sich aus...“ (S.59); „Da war es Christine... Da sah sie...“ (S.61f)
  • Annominatio (Wortspiel): „Es sauste und brauste“ (S.74)
  • Alliteration (gleicher Buchstabe am Wortanfang): „...über den Unverstand und den Ungestüm...“ (S.5)
  • Antithese (Zusammenführung entgegengesetzter Begriffe): „Freilich hatten sie von den gegenwärtigen Bewohnern des Schlosses noch nichts Gutes genossen, sondern lauter Mutwillen und Härte...“ (S.30)
  • Archaismus (veralteter Ausdruck): „Züfpen“ (S.15…

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