Sprache und Stil – Intertextualität und Dialekt

Einfache, ungekünstelte Darstellung

Jeremias Gotthelfs Werk „Die schwarze Spinne“ von 1841 gehört den Literaturepochen des Biedermeier sowie des Poetischen oder auch Bürgerlichen Realismus an (siehe Epoche „Merkmale des Biedermeier und des poetischen Realismus im Werk“).

Entsprechend aufrichtig, direkt und bar jeder Eitelkeit schildert der Pfarrer aus dem Emmental die Ereignisse oder legt diese dem `Ätti´ in den Mund. Die Tonart ist noch nicht so trist oder brutal ehrlich, wie sie es ab 1890 in …

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Großzügige Verwendung von Dialekt

Passend auch zur in der „Spinne“ geschilderten Bevölkerungsgruppe (die Bauern und ihr Lebensraum zwischen 1230/40 und 1830/40) werden nur wenige Fremdwörter verwendet. Schließlich handelte es sich bei den ländlichen Bewohnern dieses Zeit…

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Zahlreiche Adjektive und wertende Adverbien

Obwohl in der „schwarzen Spinne“ im Vergleich zu anderen Werken des Autors relativ wenige schweizerdeutsche Begriffe zu finden sind, durchziehen solche Wendungen doch den gesamten Text. Durchgehend tauchen dialektal gefärbte Wendungen auf: „gramselten“ (S.61), „stäubten“ (S.35), „abgekarrten“ (S.34), um nur einig…

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Poetische Wendungen

Jeremias Gotthelf verwendet in der „schwarzen Spinne“ poetische Bilder, etwa dann, wenn er unter der Verwendung von Metaphern schreibt: „... es sauste und brauste um sie (die Gotte) wie Meereswogen, und die Kirche tanzte mit ihr in der Luft herum (S.17).“

Quer durch die beiden Binnenerzählungen spiegelt sich zudem das innere Befinden der Menschen in der Natur wider. Damit nimmt der Schweizer die …

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Zahlreiche humoristische Einschübe

Trotz des in den Binnengeschichten dominierenden düsteren Untertons geht es in der dreigeteilten Rahmengeschichte wiederholt sehr humoristisch zu. Durch die darin auftauchende Komik kontrastiert die liebliche, idealisierte Rahmenges…

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Die Patin als Ziel des Spotts

Des Weiteren werden die eine oder andere „Spottrede“ (S.21), „Spott“ (S.12) oder auch „Späße“ (S.21) erwähnt. Die Verzweiflung der jungen Gotte darüber, dem Pfarrer bei der Taufe den Namen des Säuglings nicht nennen zu können, die…

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