Rassismus

Anonymer Rassismus im Internet

Das Internet bietet jedermann die Möglichkeit, seine Meinung zu einem Thema mit der Welt zu teilen. Doch bei sensiblen Themen, wie zum Beispiel der Flüchtlingskrise, kommen oft versteckte Ängste, Aggressionen und verkappter Rassismus ans Tageslicht. Im Schutz der möglichen Anonymität im Netz werden nun plötzlich offen Aussagen getätigt, die diese Personen wahrscheinlich niemals offen aussprechen würden: „Ein Propangaskocher in so einem Zelt auf dem Oranienplatz könne leicht einmal ins Kippen geraten, hatte in einem der anonymen Internet-Kommentare zu einem Zeitungsartikel gestanden, als der Platz noch von den Afrikanern besetzt war.“ (S. 64).

Viele Deutsche fühlen sich durch den Flüchtlingsstrom bedroht und lassen ihren Sorgen in rassistischer Weise im Internet freien Lauf: „Ein anderer, mit Namen Schlachtgott, schreibt: Der Planet ist sowieso schon maßlos überfüllt. Früher hat das die Natur (Grippe, Pest, etc.) selber geregelt.“ (S. 207). So nehmen die fremdenfeindlichen Äußerungen im Netz immer weiter zu und verdeutlichen die Vorurteile, denen die Flüchtlinge begegnen. Hier werden einige Beispiele aufgelistet:

  • Die Buben und Mädels einsammeln und ab dahin, woher sie gekommen sind, schreibt in den Internetforen der Volksmund.“ (S. 226)
  •  „Denn diese Kerle, diese übergeschnappten Neger sagen, sie würden das Geld nicht nehmen als Preis für die Übersiedlung in eine andere Stadt, würden dankbar verzichten auf zwei- oder dreimal 300 Euro. Wollen das Geld einfach so in den Wind schreiben, die haben´s wohl dicke, Drogenhändler sind das doch alle, afrikanische Mafia.“ (S. 226)
  • „Kriminelle, Rechtsbrecher, schreibt die Nation in den Internetf...

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