Ablehnung und Hilfe

Ablehnung und Ausnahmen

Viele deutsche Bürger wollen lieber bezüglich der Flüchtlingskrise wie der Straußenvogel den Kopf in den Sand stecken. Sie lehnen es ab, zu helfen. Sie bringen verschiedene Gründe vor, um ihr fehlendes soziales Engagement und ihre mangelnde Hilfe zu erklären (siehe auch dazu Epoche „Die Flüchtlinge in Deutschland heute“):

  • Den Flüchtlingen zu helfen, löst, langfristig betrachtet, nicht das Problem. Deutschland wird mit den Flüchtlingen nicht zurechtkommen. Die Afrikaner sollen ihre Probleme in Afrika selbst lösen.
  • Viele Flüchtlinge sind Asylbetrüger. Sie flüchten nicht vor dem Krieg, sondern vor der Armut.
  • Die Männer sind traumatisiert und nicht berechenbar in ihrem Verhalten.
  • Sie tun ihnen mit einer Aufnahme keinen Gefallen, denn in der Nachbarschaft wohnen viele Nazis.
  • Auch wenn sie einen Schlafplatz haben, wissen die Flüchtlinge nicht, wovon sie leben können.
  • Die Aufnahme eines Einzelnen ändern nichts an der Gesamtsituation, denn es gibt noch viele weitere (S. 331).

Vertreten durch den Innensenator, erklären die Berliner, dass sie sich an das Abkommen Dublin II halten und den §23 des Aufenthaltsgesetzes nicht anwenden, der es der Verwaltung erlaubt, bei der Ausweisung von Flüchtlingen Ausnahmen zu machen (S. 331). In nur 12 von insgesamt 476 Fällen werden Ausnahmen aufgrund der medizinischen und psychischen Situation der Flüchtlinge gemacht. Damit leisten die öffentlichen Einrichtungen und politischen Abteilungen keine Hilfe und private Einrichtungen und Personen müssen dies mit ihrem sozialen Engagement auffangen.

Die Hilfeaktionen

Als die Flüchtlingsgruppe vom Oranienplatz Anfang Februar die Nachricht erhält, dass sie Berlin verlassen müssen, da Italien für sie zuständig ist, springen nichtstaatliche Organisationen und Privatpersonen ein und ermöglichen knapp über hundert Menschen den Verbleib in Berlin, indem sie ihnen Wohnungen und Schlafplätze zur Verfügung stellen (S. 330-331).

Richard und seine Freunde engagieren sich für die Flüchtlinge und ermöglichen, da...

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