Inhaltsangabe

Der Roman „Gehen, ging, gegangen“ von Jenny Erpenbeck, der Ende August 2015 erstveröffentlicht wurde, handelt von Richard, einem Professor für klassische Philologie, der in den Ruhestand geht und nun damit konfrontiert wird, dass er sein Leben neu gestalten muss und viel freie Zeit hat. Als er auf die afrikanischen Flüchtlinge aufmerksam wird, die in Berlin auf dem Oranienplatz in einer Zeltstadt leben, beginnt er, sich für ihr Schicksal zu interessieren und sich für sie zu engagieren.

Der Altphilologe entwirft einen Fragenkatalog, um mit den Flüchtlingen über ihre Zeit und Erinnerung zu sprechen. Im Laufe der folgenden Monate freundet er sich mit ihnen an und versucht, sie auf verschiedene Art und Weise zu unterstützen. Als seine Freunde aufgrund des Dublin-Abkommens zurück in die EU-Länder geschickt werden sollen, in denen sie zuerst ihre Asylanträge gestellt haben, ermöglicht er ihnen zusammen mit seinen deutschen Freunden, dass sie vorerst bei ihnen unterkommen können. Das weitere Schicksal der Flüchtlinge in Berlin bleibt am Ende aber offen.

Nachdem Richard im Sommer 2013 emeritiert ist und viel Zeit alleine in seinem Haus verbringt, da seine Frau bereits verstorben ist, seine Geliebte ihn verlassen hat und er keine Kinder hat, leidet er unter der Tatsache, dass er nun mit all seinen Gedanken alleine zurechtkommen muss. Er lebt in einem eigenen Haus an einem See, in dem im Sommer ein Mann ertrunken ist, und verfügt auch im Ruhestand über genügend Geld.

Richards Tagesablauf folgt immer den gleichen Abläufen, bis er über die Medien von einem Protest von Afrikanern erfährt, die sich auf dem Alexanderplatz versammelt haben, in einen Hungerstreik getreten sind und sich weigern, ihre Namen zu äußern. Über die mediale Aufmerksamkeit, die dieser Protest erregt, wollen sie für die deutsche Gesellschaft sichtbar werden. Auch Richard ist zuvor an ihnen vorbeigegangen, ohne sie zu bemerken. Er besucht den Oranienplatz, auf dem die Flüchtlinge in einer Zeltstadt leben, ohne aber einen von ihnen anzusprechen.

Kurz darauf wird eine Vereinbarun…

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