Rezeption und Kritik

Insgesamt wird der Roman von Erpenbeck Gehen ging, gegangen sehr positiv aufgenommen, da er sich einem sehr schwierigen und hochaktuellen Thema mit viel Menschlichkeit und Verständnis nähert.

Frankfurter Allgemeine

Aufgrund seiner politischen Aktualität steht der Roman 2015 auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises. In einem Artikel der FAZ hebt der Autor Friedmar Apel hervor, dass die Geschichte nicht hauptsächlich das Mitleid der Leser wecken, sondern „das Fremde und das Eigene als zwei Seiten eines Zusammenhangs“ aufzeigen will: „Es handelt sich nämlich nicht um einen flammenden Aufruf zur Weltverbesserung, sondern um eine Geschichte aus individuellen Geschichten, eine erzählerische Konstruktion symbolischer Zuständigkeit für das Erleben und Erleiden der Flüchtlinge, die in der Wirklichkeit der Flüchtlingsverwaltung nicht gegeben ist.“. [1]

NDR Bücherjournal

Erpenbecks Roman schildert die allgemeinmenschliche Komponente in der Flüchtlingsfrage, die anhand des starken Kontrastes zwischen dem emeritierten Professor für klassische Philologie mit DDR-Vergangenheit und den afrikanischen Flüchtlingen immer wieder in denjenigen Momenten zum Vorschein kommt, in denen es um die Frage nach der Menschlichkeit geht. Susan Loehr vom NDR „Bücherjournal“ lobt nachfolgend das Werk daher als „eine Besinnung auf die Grundwerte der Humanität“ (S. 2).

Poesierausch und NZZ am Sonntag

Der Altphilologe Richard ist zuerst erstaunt, dass er den Protest auf dem Alexanderplatz erst über die Medien wahrnimmt. Dann beginnt er, die Flüchtlinge persönlich kennenzulernen, auch wenn dieser Kontakt zuerst sehr von Vorurteilen sowie seinen eigenen Problemen und Erfahrungen geprägt ist.

Da der Leser durch die E...

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