Einwanderung in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg

Deutschland ist ein Einwanderungsland: 2017 haben 21 Prozent der gesamten Bevölkerung, insgesamt also 17, 1 Millionen Menschen, einen Migrationshintergrund. [1] Nach dem Zweiten Weltkrieg mussten schon über zwölf Millionen Flüchtlinge und Vertriebene eine neue Heimat finden. Die Integration der Vertriebenen in das massiv zerstörte Nachkriegsdeutschland schien zunächst kaum lösbar zu sein, besonders aufgrund der Nahrungsmittel- und Güterversorgung.[2]

Ab Mitte der 1950er Jahre steigt das Wirtschaftswachstum in der BRD deutlich an. Aufgrund der explodierenden Nachfrage nach Arbeitskräften schließt die Bundesrepublik eine Reihe von Abkommen mit Griechenland, Spanien, Türkei, Marokko, Südkorea, Portugal, Tunesien und dem ehemaligen Jugoslawien zur Anwerbung sogenannter Gastarbeiter ab.

Nachdem 1961 der Bau der Berliner Mauer die Binnenmigration abrupt beendet hat, kommt es zu einem starken Anstieg der Anzahl der Gastarbeiter, sodass Ende 1964 bereits 1,2 Millionen Ausländer in der BRD leben, was 2,1 Prozent der Gesamtbevölkerung entspricht.

Bis 1973 bewerben sich besonders viele Menschen aus der Türkei um eine Arbeitserlaubnis in Deutschland, die jedem Vierten von ihnen (circa 625 000 Menschen) auch erteilt wird.  Aufgrund der Öl- und Wirtschaftskrise 1973 und der damit verbundenen zunehmenden Arbeitslosigkeit stoppt die Regierung unter Bundeskanzler Willy Brandt die Anwerbung der Gastarb...

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