Dublin II

Das Dubliner Übereinkommen ist ein für alle EU-Staaten verbindlicher Rechtstext, der regelt, welcher Staat für die Prüfung eines in der EU gestellten Asylantrags zuständig ist. Er trat am 1.9.1997 in Kraft und wurde am 17.3.2003 durch die Dublin-Verordnung Dublin II, dann ab 1.1. 2014 durch Dublin III. abgelöst. Um das sogenannte »Asyl-Shopping« zu verhindern, legt die Dublin-Verordnung fest, dass jenes EU-Land für die Bearbeitung von Asylverfahren zuständig ist, in dem Schutzsuchende erstmals EU-Boden betreten haben.

„In der Praxis ist aber oft schwierig festzustellen, über welches Land Migranten tatsächlich in die EU eingereist sind. Einerseits weil nicht alle potenziellen Flüchtlinge an den EU-Außengrenzen mit Fingerabdrücken registriert werden, andererseits aber auch, weil nicht registrierte Migranten ihre Einreiseroute oft nicht freiwillig bekannt geben, da sie ein bestimmtes EU-Land als Ziel haben und eine Rückschiebung vermeiden wollen.“[1]

Richard setzt sich intensiv mit der Verordnung Dublin II auseinander, die regelt, dass Flüchtlinge immer in demjenigen Land ihren Asylantrag stell...

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