Die Probleme der Flüchtlinge im Werk

Die Einzelfallprüfung

Obwohl die Flüchtlinge in der Erzählung  eine  Gruppe verkörpern, die unter denselben Umständen aus Libyen vertrieben wurde, müssen Einzelfallprüfungen durchgeführt werden, da jeder ursprünglich aus einem anderen Land nach Libyen gekommen ist und sie zudem bezüglich des Dublin II-Abkommens „den Fehler gemacht [haben], in Italien zwischenzulanden“ (S. 170).

Betreut werden die Flüchtlinge in Deutschland anfangs in dem provisorischen Flüchtlingsheim auf dem Gelände des Altenheims durch Sozialarbeiter oder Pensionäre vom Fach. Von ihnen erfährt Richard im Gespräch, dass sie einen sechsmonatigen Vertrag erhalten haben, um den Flüchtlingen bei ihren Behördengängen zu helfen. Dies ist Teil der Vereinbarung vom Oranienplatz.

Die Behörden, welche die Flüchtlinge aufsuchen müssen, sind die Ausländerbehörde, das Bezirksamt, das Sozialamt sowie einen Arzt oder Anwalt, wenn sie sich einen solchen leisten können. Die Kosten für einen Anwalt belaufen sich bei Asylangelegenheiten auf 450 Euro, die oft von den Anwälten gestundet werden, sodass sich die monatlichen Kosten auf 50 oder 100 Euro belaufen (S. 170-173).

Arbeit statt Hilfe

Die Kosten, die ein Flüchtling monatlich von seinen 357 Euro bezahlen muss, die er vom deutschen Staat erhält, sind die folgenden:

1) Monatskarte: 57 Euro

2) Geld für die Familie im Ausland: circa 100 Euro

3) Geld für einen billigen Anwalt: 50 Euro

Insgesamt verbleiben ihm damit pro Tag zum Leben nicht einmal 5 Euro (S. 172).

Als Richard diese Zahlen im Kopf durchgeht, erinnert er sich an den Wunsch von Apoll, Trist...

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