Die Flüchtlingskrise

Die Flüchtlingskrise in Europa und in Deutschland

Heftige und brutale kriegerische Konflikte im Mittleren und Nahen Osten führen ab 2014 zu einem starken Anstieg der Anzahl der Migranten, die vor der Gewalt in ihren Heimatländern nach Europa fliehen. Viele von ihnen werden zudem aufgrund ihrer Hautfarbe zur Flucht von Libyen nach Europa gezwungen. Der libysche Diktator Mohamed Gaddafi verfolgt dabei den Wahlspruch: „The Europeans bomb us – so we´ll bomb them with blacks“ (S. 238). Dabei durchqueren sie in großer Zahl viele europäische Länder, was als sogenannte Flüchtlingskrise in Europa ab 2015 bezeichnet wird, da sie diese Länder vor eine hohe Belastung ihrer ökonomischen und sozialen Systeme stellen.

Zwischen 2014 und 2015 verdoppelt sich die Zahl der Asylbewerber in Deutschland und geht erst mit der Schließung der sogenannten Balkanroute zurück. Am 30. August 2015 formuliert der damalige Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) im Rahmen eines Artikels in der Bild am Sonntag einen berühmten Satz, der später vor allem mit der Bundeskanzlerin Merkel in Verbindung gebracht werden sollte: „Wir schaffen das.“

Schäuble äußert sich in der Presse zu dem stark angestiegenen Zuzug von Flüchtlingen, der vielen Bürgern der Bundesrepublik Deutschland Sorgen bereitet. Für ihn ist die Flüchtlingskrise die „größte Bewährungsprobe seit der Wiedervereinigung“.[1] Sein Wahlspruch wird am Tag darauf bei der Sommerpressekonferenz von Merkel wiederholt und zu einem prägenden Credo für die Bewältigung der Flüchtlingskrise in Deutschland.

Im August 2015 kommen über die sogenannte Balkanroute noch 104 000 Asylsuchende nach Deutschland. Der Wahlspruch der deutschen Bundeskanzlerin bewegt wenige Tage später Ta...

Der Text oben ist nur ein Auszug. Nur Abonnenten haben Zugang zu dem ganzen Textinhalt.

Erhalte Zugang zum vollständigen E-Book.

Als Abonnent von Lektürehilfe.de erhalten Sie Zugang zu allen E-Books.

Erhalte Zugang für nur 5,99 Euro pro Monat

Schon registriert als Abonnent? Bitte einloggen