Epoche

Für die Autorin Jenny Erpenbecks waren die Nachrichten über die Flüchtlingskatastrophen im Mittelmeer 2013 der Auslöser, den Roman Gehen, ging, gegangen (2015) zu schreiben. Im Herbst des Jahres beginnt sie mit den Recherchen zu diesem Thema und führt Gespräche mit in Berlin lebenden Flüchtlingen aus Afrika. Ihre Quellen und der Entstehungsprozess werden näher beleuchtet, um die literarische Transformation dieser Gespräche zu verdeutlichen.

Wichtig für das Leseverständnis sind die Kenntnisse zu dem historischen Hintergrund der Migration in Deutschland sowie die gesetzliche und politische Lage während der Flüchtlingskrise. Daher werden die Einwanderung in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg und das Abkommen „Dublin II“ erörtert. Dann wird die Flüchtlingskrise in Europa und in Deutschland geschildert, bevor die Probleme der Flüchtlinge im Werk untersucht werden. Schließlich werden die Situation und Rolle der Flüchtlinge in Deutschland heute kurz erwähnt.

Richard ist emeritierter Professor für klassische Philologie und der gesamte Roman ist daher mit vielen verschiedenen Verweisen auf die Literatur und Mythologie durchzogen. Angefangen von den vier Namen Apoll, Tristan, Zeus und Hermes, die Richard einigen der afrikanischen Männern gibt, über die Erwähnung klassischer Literatur bis hin zu der Integration von klassischer Musik und einer eigenen, von Karon erzählten mythologischen Geschichte wird differenziert auf die Verweise eingegangen und ihre Herkunft erörtert. Abschließend wird auf die Rezeption und Kritik bezüglich der Veröffentlichung des Romans gründlich eingegangen.…

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