Awad Issa (Tristan)

Jugend und Gefangennahme

Awad Issa (S. 197) wird in Ghana geboren, seine Mutter stirbt bei der Geburt. Bis zu seinem siebten Lebensjahr lebt er bei seiner Großmutter, bis ihn sein Vater nach Libyen holt (S. 75). Awad ist danach nie wieder nach Ghana zurückgekehrt.

Awads Vater arbeitet in Libyens Hauptstadt Tripolis als Fahrer für eine Ölfirma und sie leben zu zweit in einem großen Haus mit acht Zimmern. Oft haben sie Gäste und der Vater kocht für sie alle. Der liebe Vater kümmert sich fürsorglich um Awad. Er spielt gerne Fußball mit ihm und gibt ihm Taschengeld. In den Ferien fliegen sie nach Ägypten, da der Flug nur dreißig Minuten dauert. Für Awad ist sein Vater die wichtigste Bezugsperson in seinem Leben: „„Der Vater bringt seinem Sohn bei, wie man sich nach dem Duschen den Rücken abtrocknet, mit einem schräg über den Rücken gespannten Handtuch. Sein Vater bringt ihm bei, wie man kocht. Sein Vater schenkt ihm den ersten Rasierapparat. Mein Vater sagte mir, wer ich bin, sagt Awad.““ (S. 76).

 Als junger Mann beginnt er, als Automechaniker zu arbeiten. Eines Tages wird Awads Vater erschossen. Ein Freund des Vaters ruft Awad an, teilt ihm mit, dass die Soldaten in der Firma waren, und warnt ihn. Doch als er nach Hause kommt, ist das gesamte Haus bereits verwüstet (S. 77). Awad kann den Freund seines Vaters nicht mehr erreichen und wartet auf der Straße, bis die Nacht kommt. Dann wird er aufgrund seiner schwarzen Hautfarbe von einer Militärstreife aufgegriffen und in ein Barackenlager gebracht, in das viele Menschen verschiedener Nationen eingepfercht sind. Dort wird ihnen jeder Besitz abgenommen und auch die SIM- u...

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