Titel und Umschlag

Das Leitmotiv

Der Titel des Romans von Jenny Erpenbeck, die Konjugation des Verbs „gehen“ Gehen, ging, gegangen stellt ein wiederkehrendes Motiv in der Erzählung dar, das raumzeitliche Vorstellungen enthält. Es erklingt immer dann, wenn die afrikanischen Flüchtlinge Deutsch lernen, aber auch dann, wenn Richard über die Vergangenheit nachdenkt.

Der Titel bezieht sich auf die Flucht der Menschen aus Afrika und gleichzeitig auf die Ablehnung ihrer Asylanträge in Deutschland, was sie dazu zwingt, erneut aufzubrechen und in die Länder zurückzukehren, in denen sie zum ersten Mal europäischen Boden betreten haben. Er verdeutlicht somit die Tatsache, dass die Flüchtlinge im Laufe der Romanhandlung nicht ankommen dürfen, sondern immer wieder zum Aufbruch und Fortgehen gezwungen werden: „Durch die Wüste sind sie gegangen, einen langen Weg über viele Grenzen von einem vorläufigen Ort zum anderen, und nun werden sie bald wieder gehen“. [1]

Auf der anderen Seite ist es Richard, der immer wieder zu den Flüchtlingen geht und sie bei vielerlei Angelegenheiten begleitet. Er macht sich auf, um die Menschen kennenzulernen, die bereits lange Irrfahrten hinter sich haben.

Richards Erinnerungen

Als Richard zum zweiten Mal die Flüchtlinge besucht, die vom Oranienplatz in das leerstehende Gebäude eines Altenheims verlegt wurden,...

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