Montage

Die literarische Montage

Unter einer literarischen Montage versteht man die Verbindung von ganz unterschiedlichen Texten. Die Montage fügt andere Texte im originalen Wortlaut ein. Sie wird vor allem in der modernen Literatur eingesetzt, um die immer komplexere und vielschichtige Realität abzubilden.

Im Roman Gehen, ging, gegangen bietet die Montage die Möglichkeit, verschiedene Bewusstseinsebenen simultan miteinander zu verknüpfen. An dieser Stelle werden die wichtigsten, sehr verschiedenen Montageelemente des Romans aufgelistet:

  • Einkaufsliste (S. 30-31, 116)        
  • Liste mit unregelmäßigen Verben an der Wand von Apolls Zimmer (S. 65)
  • Kinderlied „Maikäfer flieg“ (S. 82)
  • Landnahme an der Südwestküste Afrikas durch den Händler Lüderitz (S. 53)
  • Foreneintrag (S. 64)
  • Dublin II Abkommen (S. 85)
  • „Mythos von Astraea“ (S. 96)
  • Geschwindigkeitsanzeige am Straßenrand (S. 92)
  • Lied „Sankt Martin“ (S. 112-113)
  • Vereinbarung zwischen dem Senat und den Flüchtlingen vom Oranienplatz (S. 128-130)
  • Erwähnung der ostdeutschen Zeitung „Neues Deutschland“ (S. 129)
  • Werbung (S. 130)
  • Liste aller Besitztümer von Tristan Awad (S. 165-166)
  • Kinderlied „Alle Vöglein sind schon da“ (S. 170)
  • Lied der Tuaregfrauen (S. 175)
  • Auszug aus einem Artikel der „Gartenlaube“ aus dem Jahr
...

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