Rezension

William Goldings erster Roman „Herr der Fliegen“ (1954) wird schnell zum Bestseller, obwohl zahlreiche britische Verlage seine Veröffentlichung zuerst ablehnen. Das Werk erregt heftigen Anstoß in den USA und wird sogar aus den amerikanischen Schulbibliotheken in den 1970er Jahren zeitweilig entfernt. Es ist mittlerweile in über 30 Sprachen übersetzt und zwei Mal verfilmt worden. Es wird bis heute immer wieder als Theaterstück inszeniert und hat sich zu einer beliebten und viel diskutierten Schullektüre entwickelt. 

Die Erzählung thematisiert grundlegende Fragen menschlichen Zusammenlebens, wie Toleranz, Ordnung, Hilfsbereitschaft, Mitbestimmungsrecht und freie Meinungsäußerung. Sie erzählt die Geschichte einer Gruppe englischer Schuljungen, die während eines Atomkriegs in Sicherheit gebracht werden sollen. Als ihr Flugzeug verunglückt, stranden ungefähr 30-40 Kinder im Alter zwischen 6 und 12 Jahren unverletzt auf einer unbewohnten Pazifikinsel. Dort müssen sie ohne Erwachsene und allein auf sich gestellt mit der neuen Situation zurechtkommen.

Zunächst wählen die Jungen den gut aussehenden, charismatischen Ralph zu ihrem Anführer. Der Chorleiter Jack, der gerne selbst die Gruppe geleitet hätte, soll mit seinen Chorknaben auf die Schweinej...

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